C h a l o s
C h a l o s

Der Diamant

 

Vorkommen - Abbau

 

 

Indien war seit jeher bis ins 18. Jahrundert der einzige Lieferant. Erste Erwähnungen des Diamanten werden in einem erst 1905 entdeckten Buch eines altindischen Staatsphilosophen, der um 300 vor Christus lebte, gemacht.

In diesem wird berichtet, daß der zeitgenössischer Diamanthandel lebhaft betrieben wurde, ja sogar Steuern für den Handel mit Diamanten mußten entrichtet werden.

 

Wie bereits erwähnt war Indien bis ins 18. Jahrundert der einzige Lieferant für Diamanten. Mit einer einigen Ausnahmen sind alle ehemaligen und gegenwärtigen Lagerstätten Indiens sekundär, oftmals sind die primären gar nicht mehr festzustellen. Generell liegen Indiens Lagerstätten entlang kleinerer und mittlerer Flüsse, vor allem um jene des Umlandes der Stadt Jaipur, sowie im Großraum Madras, Bangalore und Hyderabad.

 

Brasilien

 

Im Jahre 1725 gelangten erstmals unidentifizierte, glitzernde Steine aus Brasilien als Kuriosum nach Lissabon. Sie stammten aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, wo sie von Goldsuchern zufällig geschürft worden waren.

Die Steine, die offensichtlich ein hohes spezifisches Gewicht besaßen, hatten die Goldsucher immer wieder in ihren Waschpfannen zusammen mit Gold gefunden. In Lissabon erkannten ortsansässige Sachverständige, daß es sich bei den glitzernden Steinen um Diamanten handelte. Die in der nachfolgenden Zeit ergiebigsten Diamantvorkommen der Welt waren damit gefunden.

 

Während der 150 Jahren intensiven Abbaus (zwischen 1725 und 1875) lieferte Brasilien Diamanten im Gewicht von etwa 16 Millionen Karat, also mehr als Indien in über zwei Jahrtausenden. Zur heutigen Weltproduktion von Diamanten trägt Brasilien 1,5 Prozent bei, wovon die Diamanten aus Minas Gerais den größten Anteil stellen. Pro Jahr liefern die Bezirke Diamantina und Bagagem des Bundestaates Minas Gerais ungefähr 220.000 Karat Diamanten.

 

Erster afrikanischer Diamant

 

ungefähr 140 Jahre nach Entdeckung der brasilianischen Lagerstätten, im Jahre 1867, ereignete sich in der Nähe der damals britischen Siedlung Hopetown im Kapland ein Fund, der den Markt für Diamanten von Grund auf verändern sollte.

Kinder hatten beim Spielen im Geröll des Flusses Oranje ein durchsichtiges Etwas gefunden, das von dermaßen faszinierender Schönheit war, daß sie ihren Eltern zeigten. Nach eingehender Prüfung durch rasch herbeigeholte Mineralogen stellte sich alsbald heraus, daß der erste afrikanische Diamant gefunden worden war. Man gab ihm den treffenden Namen ,,Eurek".

 

Bereits wenige Wochen nach seiner Entdeckung wurde der ,,Eureka'' in einen ovalen Diamanten von 10,73 Karat verschliffen, und er ist noch im selben Jahr auf der Weltaustellung in Paris gezeigt worden. Heute befindet er sich in Privatbesitz.

 

 

 

 

 

 

 

Diamant - Infos - Qualitätskriterien - die 4 C

Vier Kriterien bestimmen den Wert eines Diamanten und damit auch seinen Preis: Cut (der Schliff), Colour (die Farbe), Clarity (die Reinheit) und Carat (sein Karat-Gewicht).

 

Cut (der Schliff)

 

Diamanten werden in vielerlei fantasievollen Formen geschliffen; so gibt etwa Navetten, Baguetten, Herzschliff, Tropfen, Ovals, Carres oder Smaragdschliffe. Der Klassiker unter ihnen ist jedoch der achtsymmetrische, runde Brillant. Dieser Schliffstil durchlief die wohl längste und intensivste Entwicklungsgeschichte; sie begann schon im ersten Jahrhundert v. Chr. und ereichte erst im 19. Jahrundert ihren Abschluß in der Form eines kreisrunden Brillantschliffes.

Diese Schlifform wird mit dem Mineral Diamant bereits so eng assoziiert, daß Diamanten heutzutage oft als ,,Brillant'' bezeichnet werden, unabhängig von der Schlifform. Strenggenommen ist der Brillant jedoch ein normierter Schliffstil.

Die Bezeichnung ,,Brillant'' ohne Zusatz darf sich aussließlich auf den runden Diamanten im Brillantschliff beziehen.

 

 

 

 

Colour (die Frabe)

 

Die  einzelnen Farben des Diamanten wurden schon sehr früh klassifiziert und bezeichnet. In den Vereinigten Staaten, damals wie heute das Land mit dem höchsten Marktanteil im Diamantenhandel, wurde erstmals in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrtausends ein System zur Diamant-Graduierung mit eigenen Begriffen zur Farbbezeichnung geschaffen.

 

Farbgraduierung

 

Einer der Hauptfaktoren bei der Qualitätsbestimmung des Diamanten ist die Farbe. Nach wie vor basiert die Farbbestimmung auf visueller Beurteilung, sei es auch mit Hilfe spezieller Ausstattungen, wie Speziallampen bestimmter  Temperatur- und Lichtfarbe. Trotz der modernen Technik, die mittlerweile zur Verfügung steht, kann bis heute kein auf dem Markt erhältliches Farbmeßgerät das menschliche Auge ersetzen.

 

Die Gelbreihe als Grundlage der Farbgraduierung beginnt mit der absoluten Farblosigkeit, es folgen Bereiche mit gering zunehmender Gelbsättigung bis zum niedrigsten Farbgrad, der deutlich eine Gelbfärbung erkennen läßt.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© C h a l o s 2019